Wolfgang Winter, Hünenberg:
«Halbwüchsige Waisenkinder brauchen jetzt Hilfe zur Selbsthilfe – nicht irgendwann einmal. Ziel ist die rasche Realisierung von möglichst vielen Kleinfamilien mit einfachsten Mitteln. Das heisst pro Familie: ein Bankkonto, einfache Kommunikation sowie periodische Besuche vor Ort. Hatten bisher die Waisenkinder nur Zeiten des Horrors erlebt, soll jetzt Stabilität ihr junges Leben entscheidend verbessern. Gefordert durch gezielte Ausbildung und einfaches Familienleben erhalten Kinder das Wichtigste und auch Notwendigste fürs Leben – davon bin ich überzeugt.»
Renato Bettini, Zürich:
«Für mich ist das Wissen unerträglich, dass von Bürgerkriegen traumatisierte und vergewaltigte junge Menschen irgendwo auf der Welt keinerlei Unterstützung erhalten und hilflos alleine gelassen werden. In der Tat braucht es wenig zur Selbsthilfe: Zugang zu Schulen, Kleider, Schuhe, Essen, Trinken, ein Zuhause und eine Pflegemutter – mehr nicht. All das gibt es vor Ort, günstig und sofort verfügbar. Zusammen mit lokalen Institutionen werden vor allem vom Bürgerkrieg traumatisierte Kinder mit Pflegemüttern zusammengeführt. Besonders wird darauf geachtet, dass Geschwister oder Verwandte sich wieder finden können. Das entgegengebrachte Vertrauen sowie das wiedergewonnene, fröhliche Lachen motivieren mich, noch möglichst vielen Waisenkindern direkt zu helfen.»
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